Risse in den Fersen: Ursachen und wirksame Wege zur Heilung

Risse in den Fersen: Ursachen und wirksame Wege zur Heilung

Risse in den Fersen sind ein weit verbreitetes Problem, das viele Menschen betrifft – besonders in den Sommermonaten, wenn die Füße häufiger offen getragen werden. Was zunächst nur wie ein kosmetisches Problem aussieht, kann sich schnell zu schmerzhaften, entzündeten Wunden entwickeln. Zum Glück gibt es sowohl vorbeugende Maßnahmen als auch effektive Behandlungsmöglichkeiten. In diesem Artikel erfährst du, warum Fersenrisse entstehen und wie du sie erfolgreich behandeln und vermeiden kannst.
Warum entstehen Risse in den Fersen?
Die Haut an den Fersen ist von Natur aus dicker, da sie das Körpergewicht tragen und Druck aushalten muss. Wird sie jedoch zu trocken oder verliert an Elastizität, kann sie den Bewegungen nicht mehr folgen – und es entstehen Risse.
Häufige Ursachen sind:
- Trockene Haut – verursacht durch häufiges Duschen, heiße Bäder, ungeeignete Seifen oder trockene Heizungsluft.
- Übermäßige Belastung – langes Stehen, Übergewicht oder harte Böden erhöhen den Druck auf die Fersen.
- Falsches Schuhwerk – offene Schuhe oder Sandalen ohne Fersenhalt fördern die Bildung von Hornhaut und Rissen.
- Alter – mit zunehmendem Alter produziert die Haut weniger Fett und verliert an Spannkraft.
- Erkrankungen – Diabetes, Neurodermitis oder Psoriasis können die Hautbarriere schwächen und Risse begünstigen.
Sobald die Haut aufreißt, können Bakterien eindringen und Entzündungen verursachen. Deshalb sollte man Fersenrisse nicht auf die leichte Schulter nehmen – auch wenn sie zunächst harmlos erscheinen.
Erste Hilfe bei rissigen Fersen
Wenn bereits Risse vorhanden sind, steht die Wiederherstellung der Hautfeuchtigkeit und der Schutz der betroffenen Stellen im Vordergrund.
- Fußbad nehmen – 10–15 Minuten in lauwarmem Wasser mit etwas mildem Badezusatz oder Salz. Zu heißes Wasser vermeiden, da es die Haut zusätzlich austrocknet.
- Hornhaut vorsichtig entfernen – mit einer Feile oder einem Bimsstein, aber nie zu viel auf einmal. Zu starkes Abtragen kann die Haut verletzen.
- Reichhaltig eincremen – am besten mit einer Fußcreme, die Urea (Harnstoff), Sheabutter oder Glycerin enthält. Diese Inhaltsstoffe binden Feuchtigkeit und stärken die Hautbarriere.
- Risse abdecken – bei tiefen Rissen helfen spezielle Fersenpflaster oder Fersenstrümpfe, die die Haut schützen und die Heilung fördern.
- Socken über Nacht tragen – nach dem Eincremen Baumwollsocken anziehen, um die Feuchtigkeit in der Haut zu halten.
Wenn die Risse stark schmerzen, bluten oder sich entzünden, sollte man eine Podologin oder einen Arzt aufsuchen.
Langfristige Pflege und Vorbeugung
Sind die Fersen wieder glatt und schmerzfrei, gilt es, die Haut dauerhaft geschmeidig zu halten. Regelmäßige Pflege ist der Schlüssel.
- Tägliches Eincremen – besonders nach dem Duschen, wenn die Haut Feuchtigkeit am besten aufnimmt.
- Geschlossene Schuhe tragen – Modelle mit Fersenhalt entlasten die Haut und verhindern erneute Risse.
- Nicht barfuß auf harten Böden laufen – das erhöht den Druck auf die Fersen.
- Ausreichend trinken – Feuchtigkeit kommt auch von innen.
- Gute Fußhygiene – Füße täglich waschen, gründlich abtrocknen (besonders zwischen den Zehen) und regelmäßig pflegen.
Ein praktischer Tipp: Stelle die Fußcreme neben die Zahnbürste – so wird die Pflege zur täglichen Routine.
Wann ist professionelle Hilfe nötig?
In den meisten Fällen lassen sich Fersenrisse mit konsequenter Eigenpflege gut behandeln. Dennoch gibt es Situationen, in denen fachliche Unterstützung wichtig ist:
- Wenn die Risse bluten oder nässen.
- Wenn du an Diabetes oder Durchblutungsstörungen leidest.
- Wenn Schmerzen, Schwellungen oder Rötungen auftreten.
- Wenn sich trotz regelmäßiger Pflege keine Besserung zeigt.
Podologinnen und Podologen können verhärtete Haut schonend entfernen und individuell beraten, welche Pflegeprodukte am besten geeignet sind.
Kleine Schritte zu gesunden Fersen
Fersenrisse entstehen nicht über Nacht – und sie verschwinden auch nicht sofort. Mit Geduld, Feuchtigkeit und regelmäßiger Pflege kannst du deine Haut jedoch wieder weich und widerstandsfähig machen. Gönne deinen Füßen die Aufmerksamkeit, die sie verdienen – sie tragen dich schließlich Tag für Tag durchs Leben.















